Neuerungen ab 2017 und 2018

Liebe Kolleginnen und Kollegen im BZV Vertrag,

 

im Laufe dieses Jahres haben uns die beteiligten Betriebs-Krankenkassen in OWL angesprochen, um den laufenden BZV-Vertrag anzupassen. Grund war das Defizit von 2015 im Gesundheitsfond und die Prognosen für das Jahr 2016.

 

Nach unserem Verständnis sind die Zahnärzte als Behandler für die besonders vereinbarten Leistungen und deren Qualität incl. einer verantwortungsvollen Abrechnung innerhalb von GOZ oder BEMA verantwortlich. Für die Bezuschussung - und vor allem deren Höhe - sind die Krankenkassen zuständig, die die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. Insofern haben wir nach einigen Beratungen einer Änderung des Anhang 1 zum BZV-Vertrag zugestimmt, die am 1.Januar 2017 in Kraft treten wird.

 

Zunächst wird die Bezuschussung der professionellen Zahnreinigung geändert, wobei der höchste Zuschuss jetzt 65,- Euro betragen wird. Bis zu einem Rechnungsbetrag von 50 Euro werden alle Kosten von den BKK'en übernommen. Näheres erläutert die unter den "Änderungen ab 2017" angefügte Abrechnungshilfe.

 

Leider läuft die Unterstützung der Erhaltungstherapie nach PAR Behandlung aus, so dass die früher möglichen sechs zusätzlichen PZR'S innerhalb von 36 Monaten nach Abschluss der PAR Behandlung nicht mehr bezuschusst werden. Hier konnte auch keine Übergangsfrist vereinbart werden, so dass auch laufende Nachbehandlungen ab 2017 nicht mehr zusätzlich unterstützt werden. Lediglich eine zusätzliche PZR kann in diesen Fällen gegebenenfalls extra bezuschusst werden (siehe textliche Beschreibung). Sollte hier Beratungsbedarf bei Patienten entstehen, die sich ungerecht behandelt fühlen, so sollten diese Diskussionen sicher nicht in der Praxis geführt werden.

 

Bei der Bestimmung der parodontalen Leitkeime haben wir eine Präzisierung des Behandlungsablaufes vorgenommen (siehe Beschreibung), die der Sicherung der Behandlungsqualität dienen soll. Daher konnte der Zuschuss der Krankenkassen unverändert vereinbart werden.

 

Eine weitere Änderung ist unter den Wurzelbehandlungen vermerkt: Hier wird zum 1. Januar 2017 eine echte Mehrkostenvereinbarung wie bei der Füllungstherapie möglich werden. Es sind alle Vertragsleistungen und private Leistungen nach Vereinbarung mit dem Patienten nebeneinander abrechnungsfähig, oder anders ausgedrückt: Auch wenn sich ein Patient für eine private Wurzelbehandlung entscheidet, wird die Sachleistung der vertraglichen Wurzelbehandlung durch die Krankenkassen weiter gewährt. Diese kann also von der Praxis nach dem BEMA-Katalog über die ZA AG abgerechnet werden.

 

Wir hoffen, dass die Änderungen zum 1.Januar 2017 problemlos in den Praxen umgesetzt werden können und wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in das Jahr 2017,

Ihr Vorstand der ZAG-WL

Jürgen Kromer, Robert Meier und Britt Grimaldi

Anlage 1 Zum BZV-Vertrag gültig ab 01.2017
Anlage1-73c_2017.pdf
PDF-Dokument [82.6 KB]
Zuschuss PZR gültig ab 01.2017
ZuschussPZR2017.pdf
PDF-Dokument [36.0 KB]

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